bookmark_borderMinisforum MS-R1 und Minecraft Java

Es lässt sich gut erkennen, das ist alles noch sehr unreif mit dem Cixtech CIX P1. Linux läuft auf der Kiste soweit super. Ich kann mich nicht beklagen. Aber die 3D Power ist echt noch net so toll. Die GPU unterstützt derzeit nur OpenGL 3.1.
Minecraft benötigt aber mindesten 3.30 um nicht auf den Software-Renderer zurückzufallen. Damit kommt man dann auf „geschmeidige“ 3-7 FPS in Minecraft 😉
Auch diverse Voraussetzungen werden vom Mali-G720 bisher so nicht unterstützt, z.B.: „fillModeNonSolid“
Dies lässt beim Start von Minecraft schon diverse Fehler auftauchen.

Um jetzt aber etwas mehr Performance aus Minecraft zu quetschen, können wir dem Game einfach vorgaukeln das wir ein neueres OpenGL installiert haben. Das macht Minecraft soweit nix aus.
Um das einzurichten installiere bitte den Prism Launcher aus deinen Paketquellen.

Ich habe hier eine Auflistung der nötigen Java-Umgebungsvariablen. Diese werden in den Einstellungen der gewünschten „Instanz“ unter „Einstellungen“ -> „Umgebungsvariablen“ eingetragen:

Umgebungsvariablen:

SchlüsselWertWhy?
GALLIUM_DRIVERzinkAktiviert die OpenGL-zu-Vulkan-Übersetzung.
__GLX_VENDOR_LIBRARY_NAMEmesaStellt sicher, dass das System Mesa statt proprietäre X11-Bibliotheken nutzt.
MESA_VK_IGNORE_CONFORMANCE_WARNING1Verhindert den automatischen Fallback auf die CPU (llvmpipe).
MESA_GL_VERSION_OVERRIDE4.6Täuscht die Version vor, damit Minecraft startet.
MESA_GLSL_VERSION_OVERRIDE460Passend zur GL-Version.
ZINK_DESCRIPTORSlazySchaltet Zinks hocheffizienten, CPU-schonenden Rendering-Pfad ein.

    Damit der ganze Kram dann jetzt auch wirklich ohne Abstürze läuft müssen wir Java noch mehr mitgeben. Minecraft stürzt mit OOM (Out of memory) Meldungen ab. Das liegt am „UberBuffer“ den Mojang hier nutzt. Diesen können wir aber abschalten:

    Dafür gehts unter „Einstellungen“ zu „Java“ und dann die Java Argumente aktivieren. Hier in das Textfeld kommt dann folgendes:

    -Dminecraft.client.useUberGpuBuffer=false

    So haben wir das ganze erstmal ausgetrickst. Damit läuft Minecraft schonmal „deutlich“ besser 🙂

    Nicht wundern. Ich lasse mein MS-R1 derzeit auf 8 Kernen laufen. Ich habe die langsamen (1,8Ghz) Kerne im BIOS deaktiviert. Damit kann man nochmal ein bisschen was rausholen an allgemeiner Performance.

    Die FPS tingeln so zwischen 20 und 30 FPS, das ist schon mal deutlich mehr als eine Verdopplung (vorher 3-7 FPS).
    Aber das alles bringt nicht so richtig was. Ich hoffe bei euch (falls das jemals xD jemand lesen sollte) funktioniert das jetzt schon gut. Ich hatte dann heftige FPS-Einbrüche sobald ich etwas gelaufen bin.
    Ich habe das alles erst richtig stabil zum laufen gebracht mit ein paar Mods. Ich habe über Prism Minecraft Fabric geladen und folgende Mods installiert:

    1. Ferrite Core — soll den Umgang mit dem Arbeitsspeicher verbessern
    2. Lithium — optimiert Physik und son kram.
    3. Sodium — ersetzt die Render-Engine von MC. Bringt einiges für langsamere Systeme.

    So ab hier ist erstmal schluss. Ich denke ich kann noch einiges optimieren mit Sodium und so. Aber das ist erstmal alles. Ich habe Minecraft überredet die GPU zu nuzten und es soweit zum laufen bekommen das es „erstmal“ stabil läuft. Ich hoffe das es eines Tages einfach möglich sein wird den Prism Launcher zu laden und Minecraft einfach so mit geschmeidigen FPS zu zocken.

    bookmark_borderMinisforum MS-R1

    Hier mal eine kleine Zusammenfassung aller Dinge die verwirrend sein können mit so einem Computer. Es ist halt nunmal ein ziemlich neues Gerät mit einem ziemlich neuen Prozessor der noch ziemlich schlecht mit Treibern vesorgt wird.
    Für mich ist das Thema ARM irgendwie sehr interessant. Ich weiß nicht warum, so langsam stellt sich bei mir so eine x86_64 Müdigkeit ein. Mein erster Rechner war ein 486DX2.
    Das tolle an dem Gerät und der CPU: Ich hab nen UEFI Bios, ein offenes, ich kann eigentlich alles was mit ARM kompatibel ist nutzen, quasi ohne Einschränkungen*.
    Wie schon erwähnt, es ist alles verdammt neu. Bloß nicht erwarten das alles out of the Box direkt laufen wird, es ist basteln angesagt, basteln in Linux. Für Leute die da drauf Windows on ARM laufen lassen wollen (ohne es selbst bisher getestet zu haben?) viel Spass xD Die Treiberunterstützung dazu ist einfach zu schlecht. Kein Plan ob sich das jemals bessern wird. Nur so zur Info.

    *Nur fast. Mehr dazu weiter unten 😉

    BIOS Flashen

    Links zu den Dateien und Infos:
    1. Minisforum GitHub
    2. Minisforum Google Drive
    3. NPU-Hack GitHub

    Tipp: Nutzt auf jeden Fall das „ARM-SystemReady-BIOS„. Auch wenn es ein neueres BIOS gibt. (Ich teste dieses BIOS noch aus. Da die NPU out of the Box nicht funktioniert werde ich dieses BIOS auf jeden Fall noch testen)
    Nutzt bis auf weiteres erstmal dieses BIOS:

    1. packt den Inhalt dieser .ZIP auf einen FAT formatierten Stick und einstecken.
    2. Ins BIOS starten und unter „Boot Options“ -> „EFI Shell“ auswählen.
    3. In der Shell mal etwas rum probieren: „FS1:“ eingeben und mit „ls“ schauen ob das der Stick ist, wenn nicht: „LS2:“ usw.
    4. Verzeichnis gefunden? Dann „FlashUpdate.efi -f cix_flash_all2_MGP1WSB_20260312.bin“ und los geht die Fahrt.

    Mit diesem BIOS solltet ihr Armbian für CIX und Ubuntu on CIX installieren und nutzen können. Das Armbian Image für Minisforum MS-R1.

    Ich habe nun auch das NPU-Fix-Bios installiert und damit unter Ubuntu auch die NPU zum laufen gebracht. Es geht also irgendwie.
    Hier gibts einen Hack der hilft das Ding zum laufen zu bringen. Wenn ihr dieser Aleitung folgt solltet ihr Erfolg haben.

    Die verschiedenen Distros

    1. Offizielles Debian 12 von Minisforum
      Ach keine Ahnung. Das hätte Minisforum besser machen können. Ein ISO Image wäre cool und die Performance könnte auch besser sein. Nach der Installation befindet sich ein Script für die post installation im Rootverzeichnis. Führst du das aus ist alles kaputt. Das Script verballert die SUDO-Konfig und du hast ein haufen Scheisse vor dir. Ubrauchbar. Furchtbar. Uralter Kernel 6.6.18.
    2. Ubuntu CIX
      Läuft gut. Bis auf die lahme Grafik ist das echt okay. Glmark2 unter Ubuntu: ~1600Punkte -> Armbian ~2700Punkte -> Minisforum Debian 12 angeblich rund 6600Punkte oO
      Hier warte ich auf Updates, dann schau ich mir das wieder an. Neuerer Kernel (7.0.0.)
    3. Armbian CIX-ACPI
      Läuft gut. Älterer Kernel (6.18.44) aber die GPU Leistung ist besser als unter Debian. Da erhoffe ich mich noch einiges. Es handelt sich immerhin um ein ARM Immortalis Mali-G720 MC 10. Hier lohnt es sich nach der Installation einmal das komplette Treiberpaket herunterzuladen (sudo apt install armbian-firmware-full) und schon läuft auch WLAN.
    4. Armbian Minisforum
      Dazu komme ich auch noch irgendwann. Ich spiele erstmal etwas rum 😉
    5. Windows on ARM
      Puh, auch noch nicht getestet, werde ich mal tun. Bin gespannt, gibt keine Treiber, läuft wie Schmutz.
    6. NCZ-OS **
      Habe ich kurz getestet. Vorteil: NPU und alle anderen wichtigen Treiber laufen out of the Box. Keine nervige Konfiguration mehr. Leistung ist in Ordnung. Was mir gar nicht gefällt: Der Winodwmanager Singularity. Das Ding ist mir einfach zu buggy. Es läuft, aber man „spürt“ das hier was nicht stimmt. Fühlt sich einfach „komisch“ an. Schaue ich mir weiter an und versuche mir dann Plasma zu installieren. KDE FTW! xD **

    Die Nachteile

    Ja, das ganze hat einige Nachteile:

    1. Wie schon erwähnt, das ist alles verdammt neu. Also die CPU ist neu, das booten über UEFI ist neu. Das ist in der ARM Welt bisher nicht so gewesen. Da hieß es immer Image auf die SD/SSD zu schreiben. Hier kannst du einfach eine ISO auf einen USB-Stick schreiben und von diesem booten. Wir sind hier aber bei Nachteilen: Natürlich kannst du eigentlich fast jedes ARM-Image/ISO zum laufen bringen, aber ohne die anpassungen an dem Kernel läuft das halt wie ein Sack Nüsse. Keine GPU Treiber, keine NPU-Treiber, keine VPU-Treiber, usw.
      Solange CIX und die anderen Maintainer das nicht in den Linux-Kernel intergriert bekommen heißt es als basteln. Viel Basteln.
      Die Leistung ist noch nicht auf dem Niveau wie sie sein könnte. Aber das ist das spannende daran. Ich kann daran teilhaben, evtl. kann ich sogar was dazu beitragen. Mal schauen. Falls ja, wird es hier irgendwann stehen.
      Also, wie gesagt, alles neu. So neu das es noch nicht richtig läuft.
    2. Die Fehlerhafte NPU. Ja, die läuft irgendwie nicht richtig. Es gitb aber einen Hack der immer ausgeführt werden muss. Der funktioniert soweit gut. Selbst auf Ubuntu mit dem 7.0.0-41 Kernel.
    3. GPU-Treiber. Das ist so ein Thema für sich. Zum Haare ausreißen. Es gibt wohl 2 Treiber. Einen MESA-Treiber der für die Beschleunigung des Desktops zuständig ist, unterstützt wohl nur OpenGL, aber kein Vulkan so richtig.
      Dann gibt es da noch den Treiber namens „Panthor“ (ich hole noch mehr Infos ran). Er hat wohl Vulkan Unterstütztung aber beschleunigt den Desktop nicht. Ach das ist alles noch sehr verwirrend. Jedenfalls ist die GPU-Leistung unter aller Sau. Ein Mali Immortalis G720 sollte wesentlich schneller sein. Ich hoffe da passiert noch was. So ist das nicht cool.

    Ich versuche hier die Infos über diese Kiste zu sammeln und irgendwie der ganzen Geschichte ein Sinn zu geben.
    Mein Traum wäre eine Anleitung in der ich alles schön genau erklären kann, damit man sich ein System bauen kann mit dem man gut arbeiten kann. Also, ich arbeite daran.
    Mein bester Benchmark hier bisher: glmark2 und Minecraft.
    Ja, genau Minecraft. Das läuft auf dem G720 in Full-HD so mit rund 5fps -.- Das kanns nicht sein.

    Mein Plan ist euch weiterhin mit Infos zu dem CIX P1 und dem Minisforum MS-R1 zu versorgen. Ich hab jetzt bock auf ARM und schaue ich das ich hier auch weiter Infos zu neuer ARM Hardware hier veröffentlichen kann.

    ISO und Debain PPA von Cix

    Von Cix direkt gibt es noch Möglichkeiten sich ein Debian selbst anzupassen. Entweder ihr kompiliert euch ein Image selbst oder ihr installiert euch ein Debian 13 (trixie) und installiert euch das PPA von Cix.
    Hier die Links dazu:
    ISO-Kompilieren
    Debian 13 PPA

    Bisher habe ich beides noch nicht ausprobiert. Ich werde es aber mal tun. Spätestens in meinem Urlaub werde ich mir mal ein ISO erstellen und es testen.

    Fazit

    Geile Hardware. Ich mag die Kiste, die CPU ist geil. ARM ist geil. Linux ist geil. Das Basteln macht Spass.
    So läuft das auch alles ganz gut, wenn man nicht zocken will. Mehrere 4k Steams parallel anschauen? Kein Problem. Arbeitsspeicher? Massig vorhanden. Der Preis? Unschlagbar! Gerade in dieser angespannten Zeit.

    Also: Klare Kaufempfehlung für alle die auf ARM und Linux und viel Gebastel bock haben. Die Hardware, Minisforum typisch über jeden Zweifel erhaben. Durchdacht und einfach vorzüglich verarbeitet.
    Die CPU: Wir reden hier über eine neue CPU die in etwa mit einem Apple M1 vergleichbar ist. Nice!

    ** Nachtrag 10.09.

    So, nochmal zu NCZ-OS .. ich habe es nochmal ausprobiert. Jetzt bin ich überzeugt. Keine ahnung was passiert ist, nach einer neuen Installation und einem „apt update + apt upgrade“ läuft die Kiste nun auf Kernel 7.2.3-sky-ncz und alter Falter das rennt wie verrückt. Ein „glmark2-es2-wayland“ spuckt einfach so 8131 Punkte aus. Auf allen anderen Distros kam ich bisher selten über ~2100 Punkte. Das ist verrückt.
    Auch mein Kitikpunkt an dem Singularity Desktop muss ich erstmal revidiren. Es läuft jetzt flüssig und stabil. Ich konnte jetzt auch endlich da Keyboard Layout auf deutsch stellen und er hat es sich gemerkt. Ich werde weiter testen und auch berichten.

    bookmark_borderUbuntu Touch

    Yes, ich versuche mich mal an Ubuntu Touch auf dem Smartphone xD Mein altes Gerät ist ein Poco X3 NFC und wird unterstützt, da bin ich neugierieg geworden.

    Was ein Glück, dass ich ausgerechnet ein Gerät besitze, welches auf der Liste steht und auch noch so gut unterstützt wird.

    Auch wenn das Ding schon einige Jahre auf dem Buckel hat.

    Um den Kram zu installieren habe ich mir das .dmg für Mac runtergeladen. Da wird man schön durch die Installation geführt.
    Mein Gerät hatte schon einen freien Bootloader installiert. Um das zu machen muss man da so verrückte Dinge bei Xiaomi machen und ne Woche warten.
    Das ist bei mir, zum Glück, schon laaaange her.
    Kaum ist das Gerät im FASTBOOT kopiert die Software auch schon das Image, es dauert ein paar Minuten und dann startet das Gerät neu. Nach dem Neustart wird alles installiert und schon kanns losgehen.
    Echt unkompliziert. Und Glück hatte ich auch. Ich hatte schon LineageOS installiert, damit auch eine andere Version des gewünschten Bootloaders. Aber wie gesagt, Glück gehabt, die Kiste ließ sich installieren.

    Jetzt mach ich mich erstmal ans testen. Mein erster Eindruck aber hier dennoch:
    Alles bisher nicht ganz so smooth wie unter Android.

    Dazu dann später mal mehr. Ich teste mich jetzt erstmal durch. Installiere Apps, versuche einen Wireless Bildschirm anzusprechen, Android Emulation mit Waydroid, ne SIM einlegen, Telefonieren, Messaging, usw.

    bookmark_borderOpenWRT auf FritzBox 7520

    Seit einiger Zeit juckt es mich ein wenig. Ich wollte unbedingt mal mit OpenWRT rumspielen. Vor ein paar Tagen hat es mich dann geritten, ich habe mir eine FritzBox 7520 bestellt.
    Warum 7520? Eigentlich ganz einfach: Die aktuellste Version von OpenWRT hätte gerne mehr als 16MB Flashspeicher und 128MB RAM. Ich bin dann doch gerne für die Zukunft gerüstet.
    Die 7520 hat eine Qualcomm Atheros IPQ4019 CPU (Dakota) mit 4x 716MHz + 256MB RAM und 128MB Flash.

    https://web.archive.org/web/20240916150039/https://boxmatrix.info/wiki/FRITZ!Box_7520

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch der Netzwerkchipsatz. Was bringt mir ein Router mit 100Mbit an einem 1Gbit Anschluss? Nix! Genau.
    Meine FritzBox ist die v1 mit dem 1&1 Branding. Also die schwarze mit den angedeuteten Antennenstummeln oben drauf. Das Branding spielt absolut keine Rolle. Alles funktioniert wie bei den Modellen ohne das Branding. Bei der 7520v1 gibt es noch eine nettes Feature: Mit der originalen Firmware sind 2 Ports 100Mbit und 2 Ports 1Gbit, aber mit der installation von OpenWRT sind alle 4 Ports auf Gbit 😁

    Die Installation von OpenWRT ist bei der FritzBox nicht ganz so trivial. Da geht nicht einfach Firmware auswählen und hochladen. Fertig. Nee, nee. Aber dazu jetzt mehr:

    Die Installation:

    Ich hatte die FritzBox auf die aktuelle Firmware von AVM hochgezogen. Falls du auch eine FritzBox flashen willst, lass es! Lass die alte Firmware drauf. Es besteht die Chance das es durch die aktuelle Firmware fehl schlägt. Muss aber nicht, bei mir hats geklappt.

    Zuerst bereiten wir unsere Werkzeuge vor:
    1. Installation von Python auf dem Rechner mit dem der Spass durchgezogen werden soll (müssen ein script ausführen)
    2. Download der Installationsdateien (Uboot und initramfs – also das Image selbst)
    Mehr dazu hier
    3. TFTP Server installieren

    Ich habe mich strikt an diese Anleitung gehalten. Es funktioniert super. Die Version ist 24.10.4
    Die aktuellste Version ist aber 24.10.5. – Content für nächstes mal 😆

    IP Adresse am Rechner auf 192.168.178.10/24 ändern – FritzBox ausschalten – wieder einschalten – warten bis der Netzwerkadapter Link zeigt und das Script ausführen. Das Ausführen des Scriptes „muss“ beim Bootvorgang stattfinden.

    ./eva_ramboot.py --offset 0x85000000 192.168.178.1 uboot-fritz7520.bin


    Wenn das alles erfolgreich war, können wir die IP-Adresse wieder ändern (auf 192.168.1.70) und einfach mal die 192.168.1.1 pingen. Sollte der Ping durchgehen, hat alles geklappt.

    Hier warten wir jetzt erstmal und richten uns einen TFTP Server ein. Darauf gehe ich nicht zu sehr ein. Ich hab ja keine Ahnung ob du Windows, MacOS, Linux oder sonstwas nutzt. Hier hilft aber die Anleitung auf OpenWRT. Ich unterstütze hier nur!

    Aktuell befindet sich die FritzBox in einem Zustand in dem sie nach einem TFTP-Server sucht. Wir packen das initramfs Image (umbenannt in FRITZ7520.bin) in das root-directory des TFTP, starten diesen und schauen uns das Log an. Dort sollte man erkennen wenn die FritzBox sich das Image zieht und mit dem ganzen Spass fertig ist.

    Nun sollte die FritzBox über 192.168.1.1 über SCP erreichbar sein. Also kopieren wir die Uboot in /tmp/ und die *sysupgrade.bin gleich hinterher

    scp /tmp/uboot-fritz7520.bin root@192.168.1.1:/tmp/
    scp /tmp/avm_fritzbox-7520-squashfs-sysupgrade.bin  root@192.168.1.1:/tmp/

    Nun per SSH auf die FritzBox und die uboot in den Bootloader in beide Kernel-Partitionen schreiben

    ssh root@192.168.1.1
    
    mtd write /tmp/uboot-fritz7530.bin uboot0
    mtd write /tmp/uboot-fritz7530.bin uboot1

    Jetzt müssen noch die alten AVM Partitionen entfernt werden, so können wir auch den gesamten Platz im Flash nutzen:

    ubirmvol /dev/ubi0 --name=avm_filesys_0
    ubirmvol /dev/ubi0 --name=avm_filesys_1

    Jetzt ist Platz vorhanden. Nun das *sysupgrade.bin in den Flash schreiben und wir haben es grob geschafft:

    sysupgrade -n /tmp/avm_fritzbox-7520-squashfs-sysupgrade.bin

    Wenn irgendwas nicht so richtig klappt, steht viel hilfreiches auf der Installatiosseite von OpenWRT. Gerade falls du doch eine andere Version der Box mit anderen Flash-Chips oder sowas hast.

    Nach dem ganzen Spass sollte die Weboberfläche LuCI über http://192.168.1.1 erreichbar sein und man kann mit dem ganzen Konfigurationsspass beginnen. Wer nur Router wie die FritzBox oder Speedports kennt wird hier ein ganz neues Level an Konfigurationsüberdruss erleben 😆
    Also viel Spass damit.

    Ich habe mir noch ein WireGurad Server auf die Box gepackt und erfolgreich zum laufen gebracht. Mehr davon bald.

    Zusätzlich habe ich noch einen Mod an der FritzBox vorgenommen. Ich habe einen 80cm Lüfter von oben auf das Gehäuse geklatscht und die Chips im Inneren der Box mit Klebe-Kühlkörpern versehen. Das ist alles mehr gebastel als professionell. Aber ich habe nie behauptet ich bin ein Profi 😆
    Und mein Dymo ist auch kaputtgegangen 😑

    Zusätzlich kann man in OpenWRT auch die LEDs der FritzBox ansteuern. Dazu muss ich mir noch was überlegen. Blinken bei Aktivität der WAN/LAN/WLAN Schnittstelle usw..
    Es wäre wünschenswert wenn ich evtl. ein Gehäuse zum 3D-Drucken finden würde. Ich hab schon mal 5min nach gesucht aber bisher nicht fündig geworden. Ich glaub ich muss meine Fusion Kenntnisse wohl nochmal etwas auffrischen und mir einfach selbst was konstruieren.

    Naja, bald gehts weiter mit den Geschichten rund um OpenWRT und die FritzBox.

    bookmark_borderUmstieg auf Linux.. diesmal komplett

    Ich habs endlich geschafft!! Ich bin komplett auf Linux umgestiegen. Diesmal aber ernsthaft!

    Mein Gaming PC läuft jetzt unter Kubuntu 25.10. Die Spiele, die ich so zocke, laufen prima. Bis auf 1-2 Ausnahmen, die mit engstirniger Anti-Cheat Software. Die zocke ich einfach nicht mehr. Fertig!

    Die Performance ist gut. Gefühlt besser als unter Windows 11. Proton macht hier echt einen geilen Job. Klar, manchmal nervt das laden der Shader nach der Installation des Spiels, aber wenn das erstmal abgeschlossen ist läuft es in der Regel richtig gut.

    Wenn ich um Weihnachten rum nochmal etwas Zeit habe, will ich Fedora mal ausprobieren. Irgendwie bin ich nicht so 100% zufrieden mit Kubuntu. Es ist nicht die Performance, es geht mir eher darum wieviel Canonical zum Kernel beträgt.. oder doch Debian?! Hmm… ich muss nochmal drüber schlafen.

    Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Alternative für Microsoft 365. Irgendwie passt das nicht mehr. Microsoft Produkte und Linux. Evtl sollte ich mir nen dedizierten Server in einem Rechenzentrum besorgen und mein Scheiss einfach selbst Hosten. Das wäre doch ein tolles Projekt für die Weihnachtszeit. Ich nenn es dann die „Herbstcloud“ lol rofl.

    Nur einen Tipp kann ich jetzt schon mal geben: Verlasst euch niemals auf die NTFS Unterstützung unter Linux! Stellt alle eure SSDs auf ext4 oder btrfs um!! xD